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Abenteuer- und Erlebnispädagogik

MD

Magdeburg

Studienabschluss
Zertifikat

Studienart
Zertifikatsprogramm

Studienbeginn
Das Studium beginnt zum Wintersemester.
Bewerbungsfristen sind bei der Programmkoordination zu erfragen


Regelstudienzeit
Die Regelstudienzeit beträgt 3 Semester.

Zulassungsbeschränkung
nicht zulassungsbeschränkt

Bemerkungen
gebührenpflichtiges Programm, besondere Zulassungsvoraussetzungen

Studienziele u. -aufbau

Ziel:

Ziel ist es, die Teilnehmer/innen in ihren verschiedenen sozialen Handlungs- und Arbeitsfeldern zu befähigen, eigenständig abenteuer- und erlebnispädagogische Projekte zu planen und prozessorientiert durchführen und begleiten zu können.

Aufbau:

Die Zusatzqualifikation findet über 3 Semester statt. Sie setzt sich aus einem Grundlagen-, Vertiefungs- und Projektsemester zusammen. Die Semester beinhalten ein 10-tägiges Praktikum und ein eigenes abenteuer- und erlebnispädagogisches Projekt (2 Tage Vor- und Nachbereitung, 3 Tage Durchführung mit Coaching). Das Projekt wird von den Teilnehmer/innen im eigenen Arbeitsfeld selbst gewählt. Jedes Semester schließt mit einer Prüfung ab. Den Kursabschluss bildet ein Kolloquium, in dem das durchgeführte Projekt präsentiert, ausgewertet und reflektiert wird.

 

 

Studieninhalte

Das Studium umfasst insgesamt 400 h Präsenz zzgl. Selbststudium.  

1. Semester gliedert sich in folgende Grundlagen-Module:

A. Einführung in Grundbegriffe, Themen & Fragestellungen

B. Theoretische und praktische Auseinandersetzung mit Veränderungsprozessen

C. Theoretische und praktische Auseinandersetzung mit Grenzerfahrungen, Lernräumen und Lernprozessen 

  • Prüfungsleistung: Referat zu einem ausgew. Thema aus dem Arbeitszusammenhang der Module A und B
  • Umfang: 120 h Präsenz; 20 h Selbststudium  

2. Semester gliedert sich in folgende Vertiefungs-Module:

D. Abenteuer- und erlebnispädagogische Handlungsansätze in der Stadt und der Natur

E. Reflexions- und Transferprozesse

F. Orientierung im Berufsfeld: 10 Tage Praktikum mit schriftlichem Praxisbericht  

  • Prüfungsleistung: Praktikumsbericht
  • Umfang: 80 h Präsenz; 80 h Praktikum (10 Tage)    

3. Semester gliedert sich in folgende Projektarbeit-Module:

G. Einführung in Projektentwicklung und -organisation

H. Anwendung anhand eines eigenen abenteuer- und erlebnispädagogischen Projektes mit Lehrprobe und begleitenden Coaching/Projektbericht

I. Abschluss mit Projektpräsentation und Kolloquium  

  • Prüfungsleistung: Projektbericht
  • Umfang: 80 h Präsenz; 40 h Projekt (3 zus.häng. Tage zzgl. je 1 Tag Vor- und Nachbereitung)

4. Projekt mit Coaching - Abschlussmodul

Veranstaltungsorte:

  • Das weiterbildende Studienprogramm findet im Schloss Quetzdölsdorf (Geschwister-Scholl-Str. 25, 06788 Quetzdölsdorf) statt, je nach thematischem Schwerpunkt an ausgewählten Außenstandorten.
  • Das Abschlusskolloquium findet beim PARITÄTISCHEN Bildungswerk (Wiener Str. 2, 39112 Magdeburg) statt.

Voraussetzungen

Zulassungsvoraussetzungen:

In Kooperation mit der Hochschule Magdeburg-Stendal wird der Kurs seit 2010 als weiterbildendes Studienprogramm (Teilzeitstudium) durchgeführt.

Immatrikulieren kann sich wer:

1. eine Hochschulzugangsberechtigung oder eine mind. 3-jährige abgeschlossene Berufsausbildung im sozialen Bereich und

2. eine mind. 2-jährige Tätigkeit im sozialen Bereich nachweist.

Nach erfolgreichem Abschluss aller Pflicht- und Wahlpflichtmodule verleiht die Hochschule Magdeburg-Stendal das Zertifikat „Geprüfte Abenteuer-/Erlebnispädagogin“ bzw. „Geprüfter Abenteuer-/Erlebnispädagoge“ und Sie erhalten 30 Credits nach dem ECTS (European Credit Transfer System).

Wer die Zugangsvoraussetzungen der Hochschule nicht erfüllt, jedoch eine pädagogische, sozialpädagogische oder vergleichbare Qualifikation bzw. mehrjährige Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nachweist, kann am Kurs ohne Immatrikulation teilnehmen und erhält nach erfolgreichem Abschluss aller Pflicht- und Wahlpflichtmodule das Zertifikat „Geprüfte Erlebnispädagogin“ bzw. „Geprüfter Erlebnispädagoge“ vom PARITÄTISCHEN Bildungswerk Sachsen-Anhalt verliehen.

Perspektiven

Abenteuerlust und Gruppendynamik – …zusammen gedacht ergeben sie eine erlebnisreiche Pädagogik. Eine einfache Wiese, ein Teich, ein Busch können zum Kunstwerk werden und wenige Bäume zu einem flüsternden Wald, den es zu durchdringen gilt. Plötzlich verwandelt sich dieser in einen mit Lianen behangenen, unüberwindbaren Hangelpfad, der nur mit Hilfe aller Gefährten durchquert werden kann. Phantasievolle Bilder ergeben eine Bildungsreise der besonderen Art…

Liegt das Abenteuer nicht nur einen kleinen Schritt vor mir zu meinen Füßen? Ein Abenteuer kann überall stattfinden. Was wird es mit mir machen? Werden meine Wegbegleiter und ich uns darin bewähren können? Werden wir den Schritt wagen und uns der Aufgabe stellen? Die Frage, die Abenteuer- und Erlebnispädagogik zu bewegen hat, ist: Kann das Abenteuer Bildungskategorie sein und somit integrativer Bestandteil vielseitig denkender Erziehungs- und Bildungskonzepte?

Wir sagen: Ja! Wir zeigen in dieser Ausbildung, wo und wie Bildungsanlässe und -räume gestaltet werden können, um themenbezogene Abenteuersituationen im pädagogischen Alltag zu integrieren. Und wie diese auf spielerische und sogleich ernsthafte Art und Weise ermöglicht und prozessorientiert begleitet werden können.

Das prozessorientierte bzw. nachhaltige Bildungs- und Entwicklungsprozesse initiierende oder unterstützende Begleiten von Gruppen steht somit im Vordergrund der Zusatzqualifikation Abenteuer- und Erlebnispädagogik. Die Ermutigung und Befähigung zur Anwendung abenteuer- und erlebnispädagogischer Handlungsansätze und Methoden im pädagogischen Arbeitsalltag von  Kita, Schule, Heim oder betreutem Wohnen bis zur Arbeit mit jungen Menschen in Berufsausbildung, Jugendzentrum oder Beschäftigungsprojekt wird dabei großgeschrieben. Neben der Vermittlung und Erprobung für den Alltag geeigneter, einfach umsetzbarer Aktionen, Aufgaben und Spiele, finden aber auch Highlights der Abenteuer- und Erlebnispädagogik wie Seilgarten, Wassersport, Kletterwand oder Höhlentouren ihren Platz in der Zusatzqualifikation. 

Die berufsbezogene Weiterbildung zur/zum „Geprüfte/n Abenteuer- und Erlebnispädagogen/in“ bietet Antworten auf die Frage, wie Sie als pädagogische Fachkraft selbst abenteuer- und erlebnispädagogische Elemente in Ihren Arbeitsalltag integrieren können.

Vermittelt werden:

  • Erfahrungskompetenzen in abenteuerpädagogischen Settings
  • Methodenkompetenzen durch eine umfangreiche Auswahl an Handwerkzeug
  • Leitungskompetenzen durch Übungssequenzen im (An-)Leiten von Aktionen und Projekten
  • Feldkompetenzen durch fundiertes Theoriewissen in Praxisbezügen

Praktisch durch:

  • die Vermittlung abenteuer- und erlebnispädagogischer Handlungsmöglichkeiten und Projektformen in verschiedenen Räumen wie der Natur, auf dem Land, in Gebäuden oder in der Stadt, im Hoch- und Niedrigseilgarten, am Kletterfelsen, im Reisen, zu Hause, in der Schule und auf dem Bolzplatz.
  • die Vermittlung von Kenntnissen über deren Wirkungspotenzial und die Vorstellung der „Challenge by Choice“-Philosophie
  • das Ausprobieren verschiedener Aufgaben und Spiele zu den Themen Fremd- und Selbstbeobachtung, Sinneswahrnehmung, Vertrauensaufbau sowie Kooperation
  • die Entwicklung und Erprobung eigener Projektideen und Diskussion der Übertragbarkeit in den eigenen Arbeitsalltag
  • die Erarbeitung von Reflexionsmethoden und Transferräumen
  • die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines eigenständigen, durch Coaching begleitetes, 3-tägigen Projektes

Theoretisch durch:

  • die Vermittlung, Aneignung und Reflexion fachlich gesicherter Wissensbestände und Methoden, insbesondere zu den Themen „Lernprozesse durch Erlebnisse“ und „Abenteuer und deren Bedeutung für persönliche Veränderungen sowie Gruppenprozesse“
  • die Vermittlung arbeitsfeldtypischer Bedingungen, Anforderungen und rechtlicher Grundlagen, u. a. im Seilgarten, auf Nachtwanderungen, auf Reisen und bei Bauprojekten
  • die Vorstellung abenteuer- und erlebnispädagogischer Angebote vor Ort und den Einblick in die örtlichen Vernetzungsstrukturen
  • die Vermittlung gruppendynamischer Aspekte und Projektorganisationsgrundlagen

 

Zielgruppe:

Pädagogische Fachkräfte (z. B. Erzieher, Sozialpädagogen, Lehrkräfte an allgemeinen und berufsbildenden Schulen, Heilpädagogen, Heilerziehungspfleger…), haupt- und ehrenamtlich Tätige in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen (z. B. Übungsleiter/Trainer in Sportvereinen; Anleiter und Betreuer in Kunst, Kultur und Freizeit…).

 

 

Semestertermine

1.   Semester – Grundlagen-Module:

  •      11.-15.04.2016
  •      06.-10.06.2016
  •      15.-19.08.2016

2.   Semester – Vertiefungs-Module:

  •      17.-21.10.2016
  •      Praktikum 10 Tage (je nach Vertiefungswunsch)
  •      13.-17.03.2016

3.   Semester – Projektarbeit-Module:

  •      24.-28.04.2017

4.   Projekt mit Coaching – Abschluss-Modul:

  •      21.-25.08.2017

Ab einer Teilnehmerzahl von 8 Personen wird die Zusatzqualifikation durchgeführt.

Der Kurs kann als weiterbildendes Studienprogramm absolviert werden (s. Zugangsvoraussetzungen). Dazu immatrikulieren wir Sie  an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

 

 

Gebühren

  • 3.320,00 € Kursgebühr
  • 300,00 € Coaching
  • 200,00 € Prüfungsgebühr
  • Zzgl. Unterkunft und Versorgung sowie bei Immatrikulation: Semesterbeitrag

Kontakt

Patricia Richter

Bildungsreferentin
Patricia Richter

Tel.: (0391) 629 33 11
Fax: (0391) 629 35 55
E-Mail: prichter@paritaet-lsa.de

Besuchsadresse: Paritätisches Bildungswerk (PBW), Wiener Straße 2, 39112 Magdeburg

Moodle

Seit dem Wintersemster 2009/10 können auch die weiterbildenden Studienprogramme die Lernplattform Moodle nutzen:

Moodle für Projekte

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