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Erfahrungsberichte zum dualen Studium

Wie wird man dualer Student und wie läuft der Studienalltag zwischen Hochschule und Unternehmen ab? Hier kommen unsere dual Studierenden zu Wort, teilen ihre Erfahrungen und geben Tipps aus erster Hand.

Bauingenieurwesen

Steffen Henning

Steffen Henning hat im dualen Bachelor-Studiengang Bauingenieurwesen studiert

Als handwerklicher Mensch war es für mich das Ziel, praktische Fähigkeiten und theoretisches Wissen zu kombinieren, um bereits während der Studienzeit Erfahrungen zu sammeln und einen Einblick in die Praxis zu bekommen. So bin ich durch Recherche auf den Websites der Hochschule und des Bau-Bildungs-Zentrums Magdeburg (BBZM) auf den dualen Studiengang Bauingenieurwesen aufmerksam geworden. Im Wintersemester 2009 begann ich mit dem Studium, kombiniert mit einer gewerblichen Ausbildung zum Trockenbaumonteur.

Mein Praxisunternehmen, in dem ich meine Ausbildung 2012 als Bundesbester in meinem Beruf abschloss, ist die SPOMA Parkett und Ausbau GmbH in Magdeburg. Ein namhaftes, mittelständisches Bauunternehmen im Ausbaubereich, insbesondere Trockenbau, Parkett, Estrich und Hallenböden, mit Hauptsitz in Magdeburg.

In den Praxisphasen absolvierte ich eine gewerbliche Ausbildung in meinem gewählten Beruf. Dazu gehörte der Besuch der Berufsschule zum Erlernen der berufsspezifischen Grundlagen, die überbetriebliche Ausbildung im BBZM sowie schließlich der Einsatz auf Baustellen. Zu meinen Tätigkeiten gehörten dabei das Herstellen von Wand- und Deckenkonstruktionen sowie von Akustik- und Brandschutzverkleidungen.

In den ersten drei Jahren der insgesamt viereinhalbjährigen Regelstudienzeit wechseln sich Studien- und Praxisphasen semesterweise ab. Das heißt, in den Sommersemestern wird die Berufsausbildung absolviert und in den Wintersemestern werden die Studieninhalte gelehrt.

Durch die Verflechtung von Theorie und Praxis bildet das Wissen aus der Ausbildung die Grundlage zum Verständnis der komplexen Studieninhalte. Man sammelt bereits während der Studienzeit wertvolle praktische Berufserfahrung und erlangt neben der Ausbildung zum Ingenieur einen Nachweis über das handwerkliche Können.

Das duale Studium kann ich jedem empfehlen, der sich gleichzeitig theoretische und praktische Fähigkeiten innerhalb kürzester Zeit aneignen möchte, um Lerninhalte und Zusammenhänge besser zu verstehen sowie bereits mit umfangreicher praktischer Erfahrung in das Berufsleben einzusteigen.

Betriebswirtschaftslehre

Romina Medici

Romina Medici hat den dualen Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre studiert

Die Entscheidung für ein duales Studium war für mich eine leichte: Denn erstens kann ich so schon mein eigenes Geld verdienen, bin somit unabhängiger und kann mein Leben so ausgestalten wie ich es möchte. Zweitens ist mir ein rein theoretisches Studium einfach "zu trocken". Im dualen Studium hat man die Möglichkeit, das Erlernte auch in der Praxis anzuwenden – und lernt dabei auch schnell die Unterschiede zwischen Theorie und Berufswelt kennen und damit umzugehen.

Als ich mich 2010 für das duale Studium beworben habe, war diese Ausbildungsform noch nicht sehr weit verbreitet. Doch das Konzept der Kombination aus theoretischem Teil und praktischer Ausbildung hat mich sofort überzeugt – und das tut es bis heute!

Ich bin also aus Nordrhein-Westfalen nach Sachsen-Anhalt gezogen, habe im August 2010 meine Ausbildung bei der Acavon AG begonnen. Diese ist eine Tochterfirma des E.ON-Konzerns und in der Energiebranche tätig. Die Hauptaufgaben bestehen in der Verlegung von Kabeln, dem Bau von Freileitungen, dem Anschluss von Trafostationen, Umspannwerken und Hausanschlusskästen und ähnlichem.

Ich hatte das Glück, dass ich viele Abteilungen in meinem Unternehmen kennen lernen durfte: Ich war mit den Monteuren draußen und habe mir Baustellen angeschaut, habe im Einkauf Telefonverhandlungen geführt, im Lager Ware angenommen und verwaltet, im Rechnungswesen Rechnungen gebucht, im Vertrieb Gespräche mit Kunden geführt und noch vieles mehr. Ich habe also fast alle Bereiche kennen gelernt und dort mitgewirkt. Das ist sehr gut, da ich dadurch das gesamte Unternehmen als Ganzes betrachten kann.

Auch die Theoriephasen an der Hochschule sind immer sehr spannend. Man lernt neue Bereiche der Wirtschaft kennen, hat oftmals Dozenten, die selbst aus der Praxis kommen und somit viel Erfahrung mitbringen und interessante Denkanregungen geben.

Die Stadt Stendal hat freizeittechnisch zudem einiges für Studierende zu bieten: Da wären Kino, Schwimmbad, Theater, Coktailbar, das "Joker" (Treffpunkt der Studierenden, klein aber fein), einige gute Restaurants, einige urige Kneipen und noch vieles mehr.

Was jedem klar sein sollte, der sich für ein duales Studium entscheidet, ist, dass man im dualen Studium nicht so viel Freizeit hat wie im Direktstudium. Der Lernaufwand ist höher, da man in kürzerer Zeit mehr Inhalte vermittelt bekommt. Aber: So habe ich meine Freizeit mehr zu schätzen gelernt und weiß diese dann auch effektiver zu nutzen.

Wer eine spannende und gehaltvolle Ausbildung sucht, die zudem auch einen Vorteil am Arbeitsmarkt verspricht und immer wieder neue Herausforderungen bietet, sollte sich für ein duales Studium entscheiden! Ich bin bis heute davon überzeugt, dass es die beste Form der Ausbildung ist.

Maschinenbau

Arne Schwietering

Arne Schwietering studiert Maschinenbau/Composite Technologien

Ich studiere Maschinenbau/Composite-Technologien dual, weil ich in den letzten zwei Jahren der Schule festgestellt habe, dass Theorie zwar wichtig ist, mir aber verbunden mit entsprechender Praxis wesentlich mehr Spaß macht und auch einfacher fällt. Beim dualen Studium bekomme ich die Praxiserfahrung und sehe auch im Unternehmen, wofür ich lerne.

Die Fachrichtung Composite-Technologien finde ich sehr spannend, da Faserverbundtechnologien und Leichtbau in vielen Branchen eine immer wichtigere Rolle spielen: Die Karosserie des neuen Elektro-BMW ist aus Carbon, Rotorblätter von Windkraftanlagen sind aus Faserverbunden und fast alle Produkte, bei denen Gewicht eine große Rolle spielt, könnte man, wenn sie es nicht schon sind, mit Faserverbunden verbessern.

Meine Praxisphasen verbringe ich am Süddeutschen Kunststoffzentrum, Standort Halle. Das SKZ ist in den Bereichen Ausbildung, Consulting und Forschung rund um Kunststoffe und Composite tätig. Nachdem ich in den ersten beiden kürzeren Praxisphasen das "Handwerkszeug" gelernt habe, also das Laminieren und Modelle aus Compositen anzufertigen, ging es im 3. Semester gleich an ein größeres Projekt mit einem Industriepartner, der eine eigene Composite-Abteilung aufbauen will.
Die Kombination aus Studium und Praxisphasen empfinde ich nicht als Doppelbelastung, da wir ja auch einen Anspruch auf Urlaub haben und ich mir in den Semesterferien wahrscheinlich sowieso einen Job oder ein Praktikum gesucht hätte. So lerne ich noch etwas fürs Studium dazu.

Dazu kommt, dass man an der Hochschule sehr gut betreut ist. Die Studentengruppen in den Vorlesungen sind nur 30 bis 60 Mann stark, dadurch kann man in den Vorlesungen auch Fragen stellen oder sich nach der Vorlesung mit den Professoren unterhalten. Insgesamt geht es hier sehr viel familiärer zu als an einer Universität – und das macht es sehr angenehm hier zu studieren.

Kontakt

Monika Lehmann

Studienberaterin
Dr. Monika Lehmann

Tel.: (0391) 886 41 06
Fax: (0391) 886 46 18
E-Mail: studienberatung@hs-magdeburg.de
Besucheradresse: Haus 2, Raum 0.07

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Informationen für Studieninteressierte

Was ist ein duales Studium? Wie läuft es ab und welche Vorteile bietet es gegenüber dem klassischen Studienformat?

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